Mit den neuen Ausweisen bin ich vorsichtig. Schließlich haben die eine Menge gekostet. Reisepass und Führerschein haben es pünktlich innerhalb der angekündigten Zeit geschafft, gedruckt zu werden.
Bevor ich die Dokumente gut und sicher verpacke, scannen ich sie alle in den Laptop ein. Man kann nie wissen. Vielleicht werde ich auf der Weltreise überfallen. Sind die Ausweise weg, dann ist Holland in Not. Oder besser gesagt, ich, wo auch immer ich dann gerade stecke. In Honduras, Bolivien oder Malaysia. Ohne Führerschein, kein Autofahren. Ohne Reisepass dürfte ich nicht einmal in ein anderes Land außer in die Heimat reisen.
Um rund um die Welt auf diese wichtigen Dokumente zugreifen zu können, lege ich die eingescannten Daten in eines meiner E-Mail Postfächer. Damit habe ich bei Verlust immer die Kopien von Reisepass, Impfausweis und Führerschein parat. Im Fall aller Fälle kann ich bei einer Botschaft schnell meine Identität nachweisen.
Fast alles scheint für die Abreise vorbereitet zu sein. Die Ausweise sind organisiert. Die Impfungen im Körper. Ein paar Euro habe ich gleich in US-Dollar getauscht. Für die Ankunft in New York. Ich könnte mich fast schon zurücklehnen. Doch einen Monat vor der Abreise spuken in meinem Kopf unangenehme Gedanken herum: Habe ich wirklich nichts Wichtiges vergessen?