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Tag Archives | Reise

United States of America (USA): Das erste Hostel

Da stehe ich nun in New York. Mutterseelenallein an einer Telefonzelle gegenüber vom Central Park. Die stark befahrene 8th Avenue trennt mich von der grünen Oase. Es ist bald 20 Uhr. Die unromantischen Wolkenkratzer verdecken die untergehende Sonne. Im Zentrum New Yorks stehen die Hochhäuser so dicht gedrängt, dass den ganzen Tag über kein Sonnenstrahl bis auf die Straße gelangt.

Der Central Park ist bei Dunkelheit nichts für Greenhörner. Doch gleich um die Ecke, soll sich mein Hostel, also eine Jugendherberge, befinden. Schnell flitze ich zu meiner ersten Hostel auf dieser Reise. Zum ersten fremden Bett draußen in der weiten Welt. Das fremde Bett habe ich sonst gemieden. Wenn es hieß, nach einer Feier bei einem Kumpel zu übernachten, habe ich mich lieber in ein Taxi gesetzt. Ich wollte im eigenen kuschligen Bett schlafen. Das steht nun allein und verlassen herum. Wie ich jetzt an der Telefonzelle. 6000 Kilometer von daheim entfernt.

Leicht verschwitzt, stehe ich mit all meinem Gepäck vor dem Eingang des Hostels. Ich werde von einem jungen Surfertyp auf die lockere amerikanische Art empfangen: „Hey, how are you?“ Dann zeigt er mir meinen Raum für die kommenden zwei Nächte: Die Klimaanlage rattert, die Ecken sind dreckig und die Doppelstockbetten durchgelegen. Zwei alte Spinte stehen in der Ecke. Dazu stellt mir der Surfertyp Jeff aus Las Vegas und einen namenlosen Chilenen vor. Auch sie schlafen mit im Zimmer.

Ich schreite zur Kasse. 30 Euro pro Nacht knüpft mir der Surfertyp für das Mehrbettzimmer ab. Trotz des gierigen Preises strahle ich. Ich kann mich glücklich schätzen im Vorfeld über das Internet die Unterkunft gebucht zu haben. Das Hostel ist ausgebucht. Es gilt als eines der günstigsten in New York.

Die Weltreise beginnt: Der Abschied Teil 2

Auf dem Weg nach Berlin mache ich mir Gedanken um mein eigenes Leben. Was, wenn ich den Airport gar nicht erreiche? Überflüssig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Denn das muss man sich vor einer Reise, so wie ich sie vorhabe, auch sagen: Unvorhergesehene Tragödien können überall auf der Welt passieren. Vielleicht sehe ich meine Familie nie wieder. Dementsprechend tränenreich fallen dann auch die letzten Minuten in der Heimat aus.

Wir haben den Weg bis nach Berlin geschafft und sogar noch Zeit für einen Kaffee. Kaffee macht bekanntlich nervös. Leider denkt man in dem Moment nicht daran, wenn man der Kellnerin die Frage nach dem „Was kann ich Ihnen bringen?“ beantworten muss. Verdammte Gewohnheiten. Jede Minute, die nun vergeht, werden meine Hände feuchter. Die Knie zittriger. Die Stimme dünner. Noch eine Stunde bis zum Abflug.

Meine Schwester ist ganz ruhig und gelassen. Das hat sie von ihrem Vater. Sagt zumindest meine Mutti. Sie muss es wissen. Sie war mit ihm 15 Jahre lang zusammen. Ich kenne ihn nur 10 Jahre. Danach trennten sich unsere Wege. Bis auf Unterhaltszahlungen kam nicht viel. Worüber man sich alles Gedanken macht, bevor man abfliegt.

Ja, meine liebe Mutti: Sie hat die vergangene Nacht wohl kaum geschlafen. Sie muss die letzten Wochen nicht geschlafen haben. Ihre Augenringe erreichen Rekordgröße. Heute erinnert sie mich an die Butler aus den alten englischen Filmen. Die liefen ständig mit den dicksten Halbmonden unter den Augen herum. Die letzten Minuten brechen an.

Weltreise-Vorbereitung: Geldfragen

Auf eine Weltreise kann ich mein Geld natürlich nicht im Portmonee mitschleppen. Viel zu unsicher wäre die Reise mit 12.000 Euro. 12.000 – das ist die Summe, die ich für das komplette Jahr einplane. Die Scheinchen müssen auf einem Konto in Deutschland untergebracht werden. Das Geld muss aber auch rund um die Welt abrufbar sein.

Ich begebe mich auf die Suche. Zuerst klopfe ich bei der Sparkasse an. Als mir die Bankangestellte etwas von exorbitanten Auslandsgebühren erzählt, flüchte ich. Bei der DKB werde ich fündig. Die Deutsche Kreditbank bietet eine Visa-Karte, mit der man weltweit kostenlos Geld abheben kann. Auch die Deutsche Bank und die Targobank bieten brauchbare Karten mit einem globalen Bargeldservice an. Mit den EC-Karten, die man hier bekommt, kann man an ausgewählten Partnerbankautomaten auf der halben Welt kostenlos Geld abheben.

Neben viel Plastik tummeln sich in den kommenden Monaten auch Scheine wie Dollar, Peso, Quetzal, Colones und Bolivianos im Portmonee. Deshalb stiefele ich heute, eine Woche vor dem Abflug, los und hauen die letzten Euros auf den Kopf. Ja!

Weltreise-Vorbereitung: Die Reiseländer näher bestimmen

Mindestens einmal pro Woche raucht nun mein Kopf. Ich grübele über Pros und Kontras bezüglich der Reiseländer. Ich setze die Prioritäten: Traumreiseziel, Reisekosten und natürlich die Sonne.

Der Globus dreht sich. Das Flugticket hat mir die Entscheidung über mein erstes Ziel auf der Weltreise abgenommen. Ich will zu Beginn der Reise auf der Nordhalbkugel bleiben, weil im Mai hier der Sommer beginnt. Und ich düse gen Westen ab. New York ist das einzige Ziel, was genau in dieses Muster passt. Der Anfang ist gemacht. Von New York aus plane ich die einjährige Reiseroute.

Mit Sonne und Sandalen – entscheide ich nach langem Hin und Her – reise ich durch Nord- und Zentralamerika. Wenn nach fünf Monaten der Herbst in der nördlichen Hemisphäre Einzug hält, flüchten ich auf die Südhalbkugel. Nach Bolivien und Chile mache ich Station in Neuseeland und Australien. Bevor ich auf dem letzten Teil der Tour durch Südostasien reise.

Mit Nordamerika wähle ich ein teures Reiseziel, dass meinen Budgetplan zehn Wochen lang strapazieren wird. Doch ab Mexiko kann sich mein Geldbeutel fürs Erste entspannen. Erst ab Chile, Neuseeland und Australien wird es wieder teuer. Südostasien blicke ich als Sparfuchs gelassen entgegen.

Die Tour ist geplant. Die Reiseziele stehen fest. Die Vorfreude kennt keine Grenzen mehr. Die Weltreise scheint sechs Monate vor dem Abflug greifbar nahe. Es ist Dezember. Winter in Deutschland. Ich flitze in das nächste Geschäft. Sonnencreme kaufen.

Veranstaltung am 9. Februar 2012 in Genthin, Stadtkulturhaus

Die Veranstaltung ist bereits gelaufen. Wir schlagen Ihnen alternativ die Veranstaltung in Tangerhütte, 17. Februar, vor. LINK