Immer tiefer tauche ich in die Reiseführer ein. Hunderte Seiten werden mit der Geschichte der Länder gefüllt. Und noch mehr Geschichte gibt es dann auf den Städteseiten. Ein einziges Bla Bla. Tipps und Tricks für unterwegs kommen viel zu kurz. Deutsche Reiseführer für Individualtouristen laufen Gefahr, Thema und Zielgruppe zu verfehlen.
Im englischsprachigen Markt gibt es Dutzende Reiseführer, die für Individualreisende in Frage kommen: Der Klassiker „Lonely Planet“, „Rough Guide“, „Vivatravelguide“, „Moon“, etc. Hier findet vor allem das aktuelle Leben Beachtung. Auch Informationen über die angesagtesten Sportarten des Reiselandes, TV-Sender und Musikgruppen unterhalten den Leser. Dann gibt es eine große Auswahl an Reisezielen, die detalliert aufgeschlüsselt werden nach Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Restaurants, Busverbindungen, Internetcafés und mehr. Mit Hilfe dieser Lektüre bekommen wir einen ersten Einblick in die Reiseländer.
Nachteil des „Lonely Planets“ ist, dass fast alle Reisende das Buch benutzen, weil es weltweit eine unanfechtbare Monopolstellung als gutes Reisewerk besitzt. In manchen Regionen sind deshalb die Hotels aus dem Buch ausgebucht. Oder die Besitzer der Hotels haben nach Erscheinen des Führers die Preise erhöht. Nachfrage bestimmt den Preis.
Mir liefert das Buch in Kombination mit dem Internet eine gute Vorbereitung auf die Sehenswürdigkeiten in den Reiseländern. Ich plane die Route durch die ersten Länder mehr oder minder exakt. Kanada, die USA, Mexiko und Guatemala. Das schaffe ich innerhalb der verbleibenden Monate. Über die danach anstehenden Ziele informiere ich mich, wenn ich unterwegs bin.