Der Rucksack (oder das Backpack) steht noch leer in der Ecke. Dafür füllt sich der Boden. Immer mehr Klamotten landen auf dem Teppich: Drei Paar Schuhe, ein dünner Schlafsack, eine dicke Matratze, Waschtasche, Taschenlampe, Wäscheleine, Badehose, T-Shirts, Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Päckchen, Bügeleisen – verdammt, was braucht man alles auf einer Weltreise?
Um locker flockig durch die Welt hüpfen zu können, muss der Rucksack nicht bis zum Anschlag vollgepackt sein. Das erschwert nur das Reisen. Ich sortiere gewaltig aus. Am Ende bleibt mir das Nötigste. Eine warme Strickjacke, eine Regenjacke und eine zusätzliche Hose.
Auf meinem Weg durch die Welt werde ich noch häufiger verzichten müssen. Auf täglich frische Unterwäsche zum Beispiel. Aber auch auf Handy, Fernsehen, deutsches Brot. Und auf die immateriellen Dinge. Weihnachten im Kreise der Familie fällt aus und von Partys mit Freunden kann ich bald nur noch träumen. Ich verzichte.
Der Rucksack wiegt gut 15 Kilogramm. Im Park und beim Stadtbummeln trage ich das Backpack nun Probe. Schließlich will ich mich gut vorbereiten. Ich trainiere meine Muskulatur, damit ich unterwegs nicht noch Rückschmerzen bekommen. Treppe rauf, Treppe runter. Auf den Stepper. Und im Takt. Eins, zwei, drei, vier, eins, zwei, drei, vier. Das stärkt die Wadenmuskulatur.
Apropos Takt: Eines erscheint mir vor der Abreise als zwingend notwendig im Rucksack: Meine Lieblingsmusik. Auf einen USB-Stick mit den Musikdownloads verzichte ich nicht. Unterwegs kann einen nichts besser aufbauen, als vertraute Melodien.