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Tag Archives | Weltreise

Nicaragua & Costa Rica – Rundreisen

Nicaragua & Costa Rica - Rundreisen mit Reisebegleitung
Nicaragua & Costa Rica - Rundreisen mit Reisebegleitung
Der Abenteurer, Buchautor und Reisejournalist Falk Werner ist unterwegs in Mittelamerika. Besuchen Sie ihn in Mittelamerika und lernen Sie Nicaragua und Costa Rica aus einer familiären und individuellen Perspektive kennen. Erleben Sie Urlaubsspaß, Aktivtouren und tiefgründige Gespräche mit Einheimischen und dem Buchautoren. Die Touren werden ganz individuell kalkuliert. Je nach Saison kann die Reise inklusive Flug zwischen 2300 und 4500 Euro kosten. Für eine exakte Kalkulation nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Direkt nach der Anfrage werden Sie von uns hören. Wir nehmen unverzüglich Kontakt mit Ihnen auf.
Lieferbare St.: 22
Preis: €0.00
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Treffen Sie einen, der sich in den vergangenen zehn Jahren als unerschrockener Weltenbummler einen Namen gemacht hat und erleben Sie mit ihm einen Urlaub, den Sie nie vergessen werden – Besuchen Sie jetzt Falk Werner in Mittelamerika!

Ihre exklusive Reisebegleitung

In mehr als zehn Jahren hat sich Falk Werner aus Magdeburg mit seinen fantastischen Weltreisen einen Namen gemacht. Kaum ein Land ist ihm zu gefährlich, keine Wüste zu weit, keine Entfernung zu groß. Von diesem Leben hat er in diversen öffentlich-rechtlichen Programmen (vom MDR bis Deutschlandfunk) und Magazinen (ADAC Reisemagazin) sowie Dutzenden Tageszeitungen berichtet. Mit seinem Abenteuerbuch „weltreisen – 365 Tage der Sonne hinterher“, erschienen im renommierten Mitteldeutschen Verlag, konnte er von der Leipziger Buchmesse bis hin zu diversen Reisemessen das Publikum in Staunen versetzen.

Mit diesem spezialisierten Tourangebot ermöglicht Falk Werner nun allen Reisefans einen unvergesslichen Einblick in fremde Kulturen. Erleben Sie die mittelamerikanischen Perlen Nicaragua und Costa Rica in einer exklusiven Rundreise!

Das Tourprogramm

Nicaragua

Nach einem langen Flug betreten wir nicaraguanischen Boden. Wir landen auf dem internationalen Airport von Managua. Die freundlichen Grenzbeamten drücken den Einreisestempel in unsere Pässe…
Jetzt beginnt das Abenteuer!

Ankommen und Leben wie Robinson Crusoe
Nach einem ausgiebigen Frühstück steigen wir in den Flieger zu den nicaraguanischen Karibikinseln. Auf den Corn Islands wird der Traum von einem Leben wie Robinson Crusoe wahr. Inselwanderungen, Angelausflüge, Tauch- oder Schnorcheltrips stehen auf dem Programm.

Vom Atlantik zum Pazifik
Nach der Entspannung stürzen wir uns in das kulturelle Leben Mittelamerikas. Zunächst entdecken wir die alte Hauptstadt Leon Viejo, heute ein UNESCO-Weltkulturerbe am Fuße des Vulkans Momotombo. In Leon lernen Sie die spannende Historie der Sandinisten kennen. Zudem erwartet uns die Pazifikküste.

Nicaraguas Kolonialgeschichte lebt
Entdecken wir Granada, die älteste Kolonialsiedlung der Spanier. Neben einer Zigarrenfabrik besuchen wir auch den Straßenmarkt von Granada sowie die Kathedrale. Etwas später wagen wir den Blick in einen aktiven Vulkankrater! Und dann steht auch noch der Besuch des größten Marktes Mittelamerikas am Fuße des Vulkans an.

Eine Insel mit zwei Bergen und wir mittendrin
Zwei Vulkane formen eine extravagante Kulisse inmitten des Nicaragua-Sees: die Insel Ometepe. Wir besuchen Wasserfälle und besteigen den Vulkan Maderas. Ferner setzen wir unsere Segel nach San Juan del Sur. Zum Abschluss der Tour erwartet uns ein ausgiebiges Mahl mit Seefrüchten aller Art.

Costa Rica

Feuerspeihende Vulkane, verlorener Dschungel, raue Berge und Flüsse – aus dem Flieger beobachten wir, was uns die kommenden Tage erwartet. Ein Abenteuer der Superlative im Land mit der größten Artendichte der Welt.

Vorbereitung auf das Dschungelabenteuer
In der Dschungelstadt Puerto Jimenez werden Wildwest-Erinnerungen wach. Lange Straßen, einsame Bars, costa-ricanische Cowboys. Dazu Palmen am Golfo Dulce und ein Bad an einsamen Stränden. In dieser Kulisse werden die letzten Vorbereitungen zur großen Dschungeltour getroffen.

Mein Abenteuer Corcovado
Die Osa Halbinsel gehört zu den ursprünglichsten und entlegensten Regionen des Landes – voll von natürlicher Schönheit: Immergrüner, undurchdringlicher Regenwald mit Baumriesen, in denen Affen sowie der scharlachrote Ara-Papagei heimisch sind.
Der Corcovado Nationalpark verfügt über einen nahezu unbegrenzten Reichtum an Tieren und Pflanzen: 400 Vogelarten, 116 Sorten von Amphibien und Reptilien sowie 139 Säugetierarten sind hier heimisch. Als Lebensraum von Jaguar, Ozelot, Tapiren, Ameisenbären, Riesenschildkröten, Affen und Pekaries auserkoren, ist diese Gegend eine der besten Plätze um – mit etwas Glück! – Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können.

Entspannung pur in der Drachenbucht
In der Drake Bay strecken wir unsere Glieder und relaxen in einer der schönsten Buchten Costa Ricas. Von hieraus starten Ausflüge zu Inselparadiesen. Es kann zudem geschnorchelt, gewandert oder einfach nur gefaulenzt werden. Ein krönender Abschluss für eine unvergessliche Tour.


 

Nicaragua & Costa Rica

Vergessen Sie jeden Urlaub, den Sie bisher unternommen haben! Erleben Sie die mittelamerikanische Welt – von der Karibik bis zum Pazifik – aus der Perspektive eines Abenteurers. Exklusive Vulkantouren, Dschungel- abenteuer und entspannte Strandtage garantiert. Überlassen Sie die Organisation eines perfekten Urlaubs uns!

Leistungen

Wir halten nichts von versteckten Kosten. Im Gesamtpreis sind deshalb auf den geführten Touren alle nötigen Auslagen einkalkuliert. Lediglich das Mittag-/Abendessen und persönliche Ausgaben für Souvenirs, Partygetränke, etc. sind nicht enthalten. Planen Sie pro Person und Tag ein Taschengeld von 15 Euro ein.
 Sollten Sie die organisierte Reise auf eigene Faust bestreiten wollen, stehen Ihnen auf den Touren englischsprachige Reiseführer zur Verfügung. Sonderausgaben wie Parkeintritt und Flughafensteuern sind in diesem Fall nicht inklusive.

Transport
Linienflüge Deutschland – Nicaragua – Costa Rica, Charterflüge, moderne Mietwagenflotte in Nicaragua, private Taxifahrten

Unterbringung
Gepflegte Hotels und Pensionen inkl. Frühstück

Termine 2012 mit Falk Werner
Rundreise: 1.- 22. Aug., 1. – 22. Sep., 1. – 22. Okt.
Nicaragua solo: 1.- 15. Aug., 1. – 15. Sep., 1. – 15. Okt. (auf Anfrage)

United States of America (USA): Ankunft mit Problemen

Es ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für mich. Ich betrete amerikanischen Boden. Ich habe die Luft der Freiheit in den Lungen. Auf geht‘s nach New York. Zu sehen ist von der berühmten Stadt nahe des J.F.K. Flughafens noch nichts. Bis ins Zentrum ist es gut eine Stunde Fahrt mit der U-Bahn, der sogenannten Subway.

Bevor meine Subway Richtung New York City aufbricht, habe ich Zeit, meiner Mutti eine SMS zu schreiben. Ich tippe. Bin sicher gelandet. Küßchen, vermisse Dich. Doch beim Abschicken der SMS spinnt das Handy. Senden fehlgeschlagen, steht auf dem Display. Auch meine Testanrufe werden abgeblockt. Ich soll mich mit meinem Netzbetreiber in Verbindung setzen, erzählt mir eine nette Ansage. Aber selbst das funktioniert nicht.

Das Problem mit dem Handy frustriert. Ich probiere hundert und tausend Varianten. Nichts passiert. Mutti wartet sicher schon auf eine Nachricht. Den Draht nicht nach Hause zu bekommen, reibt mit jeder Minute die vergeht, meinen Magen weiter auf. Ich scheine abgeschnitten zu sein von der Familie. Abgeschnitten vom Rest der Welt.

Die Lösung für mein Problem findet sich plötzlich und unerwartet: Als ich nach gut 60 Minuten mit der Subway im Stadtzentrum von New York ankomme und an die erste greifbare Telefonzelle springe. Eine große Plakette erklärt, wie man von den USA nach Übersee telefoniert. Ich lese und greife mir an die Stirn. Ein Jahr Vorbereitung auf die Reise hat nicht ausgereicht, um ein so simples Vorwahlspielchen zu recherchieren: Anstatt der 0049 muss man Deutschland in den USA mit der 01149 anwählen.

Die Weltreise beginnt: Die Einreise in die USA

365 Tage will ich unterwegs sein. Immer der Sonne nach, das ist das Motto. Ich reise einmal um den Globus herum. Und am Ende lande ich wieder da, wo ich hergekommen bin. In Deutschland, in Magdeburg. Wo ist der Sinn? Ich zucke mit den Achseln. Dann setzt der Flieger sanft auf dem New Yorker J.F.K. Flughafen auf.

Neugierde macht sich breit. Doch keine Zeit. Kaum setze ich den Fuß aus der Maschine, werde ich zügig in Richtung Einreiseschalter geschleust. Nach einem kurzen aber schnellen Fußmarsch, fällt mein erster Blick auf die strengen Gesichter der Passkontrolleure. Hoffentlich erwische ich einen Freundlichen. Denn für so manchen Touristen endete bereits am Einlass die Reise in die USA. Also bin ich schön brav und lächele artig! Ich will doch nicht als Terroristen abgestempelt werden.

Ein Grenzpolizist mit rauer Stimme empfängt mich. Etwas militärisch fragt er nach den Rückflugtickets. Jeder USA-Urlauber sollte Rückflug- oder Weiterflugtickets vorzeigen können. Fehlt das Ticket geht die USA davon aus, du willst als illegaler Einwanderer in ihrem Land leben. Ich habe kein Rückflugticket. Dafür habe ich aber Weiterreisetickets ab Südamerika. Denn erst mit der Ankunft in Santiago de Chile in fünf Monaten ist die Amerikareise beendet. Meine Pläne für die Weltreise muss ich dem Mann detailliert erklären. Am Ende guckt der Passkontrolleur unschlüssig nach unten. Er schüttelt den Kopf. Und sagt: “Verrückte Deutsche!” Ich atme auf. Trete aus dem Flughafen. Und bin drin. In den USA.

Die Weltreise beginnt: Gedanken im Flieger

Mit jedem Kilometer, den ich mich von zu Hause entferne, wird die Sehnsucht kleiner. Vorfreude auf unbekanntes Reiseland breitet sich aus. Fremd wirkt allerdings im Flieger ein Rabbi, der neben mir sitzt. Ich saß noch nie neben einem Rabbi. Mit einer Fibel unter dem Arm isst er Krümelkekse mit Thunfisch. Wenn der Rabbi nicht knuspert, dann schläft er über seinem Buch ein. Scheint kein sonderlich gutes Buch zu sein. Vor mir flimmert King Kong über den Bildschirm. Der Film erregt meine Aufmerksamkeit.

Der Riesengorilla ist gerade im Begriff auf das Empire-State-Building in New York zu krabbeln. Morgen werde ich gleiches tun. Nur nehme ich den Lift rauf zur Aussichtsplattform des höchsten Gebäudes der Stadt. Unvorstellbar, das ich in wenigen Stunden in New York bin. Und dann nicke ich über meinen Träumen ein.

Stunden vergehen. Als ich aufwache, geht mein Blick aus dem Fenster. Unter uns blitzt Neufundland auf. Der erste Blick auf das unbekannte Land aus 12000 Metern Höhe ist gigantisch. Ich starre auf die fast nackten Hügelchen Neufundlands, die seelenruhig im eiskalten Atlantik liegen. Ich fühle mich wie der Entdecker Amerikas.

Beim Anflug auf den Bundesstaat New York endet das Bordprogramm. King Kong hat aufgehört zu Brüllen. Eine gespenstische Stille herrscht im Flieger. Es scheint, als ob ich nicht der einzige in der Maschine bin, der sich wie der Entdecker des neuen Kontinents fühlt. Jeder macht sich so seine Gedanken. Was wird da unten passieren? Wie wird es sein? Die Anschnallzeichen leuchten auf. Der Flieger setzt zur Landung an.

Die Weltreise beginnt: Auf Wiedersehen, Deutschland!

Ich steige in eine Maschine von British Airways. Die wird mich zunächst nach London bringen. Der Flieger hebt in Berlin ab, doch bevor er in Richtung England los düst, macht er noch einen Bogen über Magdeburg. Magdeburg – meine Heimat. Viele sagen, Magdeburg sei hässlich, dreckig, oll, öde, blöde. Ach, die haben doch alle keine Ahnung! Mein Magdeburg ist die schönste Stadt der Welt.

Der Kapitän landet die Maschine weich auf dem Flughafen Heathrow. Es ist ein verregneter Tag über London. Eigentlich wie immer. Zwei langweilige Stunden vergehen auf dem Flughafen. Dann heißt es wieder einmal einchecken. Diesmal in den Flieger in die Ferne. Nach Amerika. Auf einen ganz anderen Kontinent. Amerika, da fallen mir spontan die alten Western mit Terence Hill und Bud Spencer ein. Als Cowboy auf einem Pferd durch die Prärie reiten. Das muss toll sein. Das will ich auch. Und das kann ich auch machen, in wenigen Stunden, wenn ich drüben bin. Und Indianer will ich sehen. Ich will den Klondike rauf und runterschippern. Ich will in einem Salon einen Whiskey trinken. Und eine Bardame soll sich auf meinen Schoss setzen und ein Liedchen trällern.

Da habe ich mir eine ganz schön große Aufgabe vorgenommen. Ein Jahr lang durch die Welt reiten. Das Leben bestreiten. Ich freu mich drauf. Und dann startet der Flieger nach Amerika. Europa ade. Liebe Welt, du kannst kommen!

Die Weltreise beginnt: Der Abschied Teil 3

Das Zeichen zum Einchecken ertönt und über die Halbmonde meiner lieben Mutti ergießt sich ein Meer aus Tränen. Falk verdammt, bleib stark. Doch keiner kann seine Gefühle beim Abschied verbergen. Ob das am Alter liegt? Ich kämpfe sehr mit der Beherrschung.

Ein Jahr werden wir uns jetzt nicht sehen. Der Gedanke zerreißt alles in meiner Brust. Was Mutti jetzt wohl durch den Kopf geht? Ach, Mutti komm her! Die letzte Umarmung. Dann reißt es uns auseinander. Scheiße, tut das weh. Falk, nicht heulen! Reiß dich zusammen! Rucksack schnappen und ab zum Schalter. Jeder Blick nach hinten tut weh.

Da stehen sie nun: Meine Mutti, meine Schwester. Ein Häufchen Elend. Dein Kind verlässt Dich jetzt, Mutti! Doch Du hast mich so erzogen. Ich soll die Freiheit leben. Du hast meine Idee mit der Weltreise toll gefunden. Du hast mich bei den Vorbereitungen unterstützt. Mir Kraft und Mut zugeredet. Und nun heulst Du. Verdammt, was soll das?
5 Meter, 10 Meter, 15 Meter. Bald werden es 15000 Kilometer sein.

Beim Anblick des Grenzbeamten am Abfertigungsschalter kann auch ich mich nicht mehr halten. Mir kommen die Tränen. Falk, hochziehen! Durchatmen! Geschafft! Jetzt keinen Blick mehr zurück. Das war´s mit Umdrehen und Weglaufen. Du hast eingecheckt. Du hast dich der Herausforderung gestellt. Doch noch ein Blick. Bitte! Ein letzter. Einmal noch winken. Ein letztes Mal für die kommenden 365 Tage. Da steht sie. Kann es noch immer nicht fassen. Ihr Kinder in die Freiheit entlassen zu haben. Ein letzter Gruß. Ciao, Deutschland. Adios, Mutti!

Die Weltreise beginnt: Der Abschied Teil 2

Auf dem Weg nach Berlin mache ich mir Gedanken um mein eigenes Leben. Was, wenn ich den Airport gar nicht erreiche? Überflüssig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Denn das muss man sich vor einer Reise, so wie ich sie vorhabe, auch sagen: Unvorhergesehene Tragödien können überall auf der Welt passieren. Vielleicht sehe ich meine Familie nie wieder. Dementsprechend tränenreich fallen dann auch die letzten Minuten in der Heimat aus.

Wir haben den Weg bis nach Berlin geschafft und sogar noch Zeit für einen Kaffee. Kaffee macht bekanntlich nervös. Leider denkt man in dem Moment nicht daran, wenn man der Kellnerin die Frage nach dem „Was kann ich Ihnen bringen?“ beantworten muss. Verdammte Gewohnheiten. Jede Minute, die nun vergeht, werden meine Hände feuchter. Die Knie zittriger. Die Stimme dünner. Noch eine Stunde bis zum Abflug.

Meine Schwester ist ganz ruhig und gelassen. Das hat sie von ihrem Vater. Sagt zumindest meine Mutti. Sie muss es wissen. Sie war mit ihm 15 Jahre lang zusammen. Ich kenne ihn nur 10 Jahre. Danach trennten sich unsere Wege. Bis auf Unterhaltszahlungen kam nicht viel. Worüber man sich alles Gedanken macht, bevor man abfliegt.

Ja, meine liebe Mutti: Sie hat die vergangene Nacht wohl kaum geschlafen. Sie muss die letzten Wochen nicht geschlafen haben. Ihre Augenringe erreichen Rekordgröße. Heute erinnert sie mich an die Butler aus den alten englischen Filmen. Die liefen ständig mit den dicksten Halbmonden unter den Augen herum. Die letzten Minuten brechen an.

Die Weltreise beginnt: Der Abschied Teil 1

Nach einer verkrampften Nacht klingelt gegen halb acht der Wecker. Noch müde wird mir bewusst, dass das die vorerst letzten Minuten im eigenen Bett sind. Ich drehe mich in meinem Bett noch einmal um. Ich werde es vermissen. Schlafwarm schlage ich zehn Minuten nach acht die Bettdecken hoch. Die heimische Morgenfrische kriecht unter die nackte Haut. Ich sauge sie tief in mich ein. Wenig später sitze ich verpennt und mit dunklen Augenringen am Frühstückstisch. In Magdeburg haben die Bäcker der Stadt heute definitiv zu viele Brötchen gebacken. Ich bekomme keinen Bissen runter. Denn es stehen mehrere Abschiede bevor.

Zuerst der von den eigenen vier Wänden. Es ist ein schwerer Gang – raus aus dem Haus. Der letzte Blick auf die gewohnte Umgebung. Das Wohnzimmer, das Bad, die Küche – ich sage: Ciao. Adieu, vertraute Welt. Die Tür klappt zu. Im Magen kribbelt es heftig. Doch neben der Trauer um die eigenen vier Wände gesellt sich noch ein anderes unangenehmes Gefühl. Ich muss den beschwerlichen Weg über die staureiche Autobahn A2 nach Berlin antreten. Denn Magdeburg, die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, hat viel, nur keinen anständigen Verkehrsflughafen. Deshalb muss ich nun nach Berlin Tegel.

Auch wenn der Flieger in die Ferne erst um 12 Uhr 30 abhebt: Punkt 9 startet unser Auto. Auf Drängen meiner Mutti. Aber wenn wir in einen Stau kommen! Wir drücken also auf die Tube. 100 Kilometer in der Stunde. Die Geschwindigkeitsanzeige scheint an der 100 zu kleben. Auch meine Schwester begleitet mich an diesem Morgen zum Flieger. Sie fährt.

Weltreise-Vorbereitung: Die Abschiedsparty

Jetzt bitte locker bleiben! Bloß nicht verkrampfen! Keine Panik kriegen und keinen Rückzieher machen! Das hat mir meine Mutti immer wieder ans Herz gelegt. Mein Problem ist, dass ich heute, einen Tag vor der Abreise, tierische Angst habe. Allein beim Gedanken an die große weite Welt mache ich mir in die Hose. Bei Guatemala beispielsweise. Das Auswärtige Amt in Deutschland verängstigt mich gewaltig mit den gewalttätigsten Horrormeldungen: Dutzende Tote am Tag, Misshandlungen, Räubereien. Ach du liebe Güte. Und da willst du durchreisen?

Auf der Abschiedsfeier mit meinen Freunden habe ich noch den Helden gespielt. Ach Guatemala. Schaffe ich! Die Abschiedsfeier: Die war unglaublich wichtig. Alle Freunde noch einmal sehen. Das ein oder andere Bier zu viel trinken. Da fallen die Anspannungen so kurz vor der Abreise.

Die letzte Nacht verbringe ich in meiner Familien. Nach intensiven Gesprächen liege ich im Bett. Ich drehe mich hin und her. Der Gedanke an die Weltreise schwirrt im Kopf herum. Doch Panik bekomme ich nicht. Meinem großen Traum steht nun nichts mehr im Wege. Nun kann ich sagen: Jetzt geht´s los!

Weltreise-Planung: Dokumente sichern

Mit den neuen Ausweisen bin ich vorsichtig. Schließlich haben die eine Menge gekostet. Reisepass und Führerschein haben es pünktlich innerhalb der angekündigten Zeit geschafft, gedruckt zu werden.

Bevor ich die Dokumente gut und sicher verpacke, scannen ich sie alle in den Laptop ein. Man kann nie wissen. Vielleicht werde ich auf der Weltreise überfallen. Sind die Ausweise weg, dann ist Holland in Not. Oder besser gesagt, ich, wo auch immer ich dann gerade stecke. In Honduras, Bolivien oder Malaysia. Ohne Führerschein, kein Autofahren. Ohne Reisepass dürfte ich nicht einmal in ein anderes Land außer in die Heimat reisen.

Um rund um die Welt auf diese wichtigen Dokumente zugreifen zu können, lege ich die eingescannten Daten in eines meiner E-Mail Postfächer. Damit habe ich bei Verlust immer die Kopien von Reisepass, Impfausweis und Führerschein parat. Im Fall aller Fälle kann ich bei einer Botschaft schnell meine Identität nachweisen.

Fast alles scheint für die Abreise vorbereitet zu sein. Die Ausweise sind organisiert. Die Impfungen im Körper. Ein paar Euro habe ich gleich in US-Dollar getauscht. Für die Ankunft in New York. Ich könnte mich fast schon zurücklehnen. Doch einen Monat vor der Abreise spuken in meinem Kopf unangenehme Gedanken herum: Habe ich wirklich nichts Wichtiges vergessen?